Umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer: Anhebung der Umsatzgrenze

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§ 19 UStG regelt die sogenannte Kleinunternehmerregelung.
Das bedeutet, dass Unternehmer mit weniger als 17.500 Euro Umsatz im vergangenen Jahr und voraussichtlich höchstens 50.000 Euro im laufenden Jahr keine Umsatzsteuer abführen müssen. Im Gegenzug dürfen sie keinen Vorsteuerabzug geltend machen und auch keine Umsatzsteuer in ihren Rechnungen ausweisen.

Der Bundesrat hat im November 2019 dem Bürokratieentlastungsgesetz III zugestimmt, in dem diese Grenzen erhöht werden.

Ab 01.01.2020 gilt die Kleinunternehmerregelung, wenn der Umsatz im Vorjahr geringer als 22.000 Euro war und im laufenden Jahr voraussichtlich 50.000 Euro nicht überschreiten wird (diese Grenze ist gleichgeblieben).

Regelbesteuernde Unternehmer, deren Umsatz in 2019 nicht über 22.000 Euro liegt, können schon in 2020 von der neuen Regelung profitieren (wenn in 2020 der voraussichtliche Umsatz geringer als 50.000 Euro sein wird) und zur Kleinunternehmerregelung wechseln.

Unternehmer, die bisher schon Kleinunternehmer waren, können auch in 2020 Kleinunternehmer bleiben, auch wenn 2019 der Umsatz zwar über 17.500 Euro, aber noch unter 22.000 Euro lag.

Für den Fall, dass Sie unter diese Regelung fallen und noch weitergehende Fragen haben, steht Ihnen unser Team der Steuerberatungskanzlei Morstatt in Weinheim gerne zur Verfügung.

 

11.12.2020