Steuerliche Förderung bei Sanierung der eigenen Wohnung

Förderung bei Sanierung von Wohneigentum

Ende Dezember 2019 wurde das Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms von der Bundesregierung beschlossen. Unter anderem geht es hier auch um Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden. Die Steuerbegünstigung greift für energetische Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden, die älter als 10 Jahre sind und zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden.

Normalerweise ist für solche Maßnahmen nur der Ansatz als haushaltsnahe Handwerkerleistungen möglich. Ab 2020 wurde § 35c EStG eingefügt, nach dem sich eine Steuerermäßigung ergibt, wenn energetische Maßnahmen durchgeführt werden.

Die Förderung beträgt im Kalenderjahr der Beendigung der Maßnahme und dem darauffolgenden Jahr jeweils 7 Prozent (maximal jeweils 14.000 Euro) und im übernächsten Jahr 6% (maximal 12.000 Euro) der gezahlten Handwerkerleistungen. Im Maximalfall können somit für 200.000 Euro Aufwand aus energetischen Maßnahmen 40.000 Euro an Steuern gespart werden.

Energetische Maßnahmen in diesem Sinne sind:
Wärmedämmungen von Wänden, Dachflächen oder Geschossdecken, sowie Erneuerung von Fenstern, Außentüren, Lüftungsanlagen oder Heizungsanlagen. Auch der Einbau von digitalen Systemen zur Verbrauchsoptimierung wird gefördert.

Bitte informieren Sie sich vor der Vergabe der Sanierungsmaßnahmen, dass es sich bei dem ausführenden Handwerker um ein „Fachunternehmen nach § 35c EStG“ handelt. Es ist nämlich weitere Voraussetzung, dass das ausführende Fachunternehmen eine Rechnung erteilt und die Maßnahme auf amtlich vorgeschriebenem Muster bestätigt.

Wenn Sie Fragen hierzu haben sollten, steht Ihnen unser Team von der Steuerberater-Sozietät Morstatt gerne zur Seite.

 

03.03.2020