Krankengeld aus der GKV unterliegt dem Progressionsvorbehalt

Wird für eine längere Krankheit von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Krankengeld gezahlt, unterliegt das dem sogenannten Progressionsvorbehalt (§ 32b EStG). Das bedeutet, dass das Krankengeld zwar steuerfrei ist, aber bei der Berechnung des Steuersatzes berücksichtigt wird. Es wird dann ein höherer Steuersatz auf das zu versteuernde Einkommen angewendet, was im Ergebnis zu einer etwas höheren Steuerzahlung führt.

Krankentagegelder aus der privaten Krankenversicherung bleiben dagegen in voller Höhe steuerbefreit.

Gegen diese Ungleichbehandlung hatte ein Arbeitnehmer vor dem BFH geklagt. Die Richter haben jetzt aber entschieden, dass dies verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden sei, da die beiden Versicherungssysteme so unterschiedlich ausgestaltet sind, dass sie steuerlich unterschiedlich behandelt werden dürfen. 

Wenn Sie Fragen zu Ihrer Steuererklärung haben, das Team der Morstatt Steuerberatungskanzlei Weinheim berät Sie gerne!

15.07.2015