Mindestlohn - Neues zur Dokumentationspflicht

Das Mindestlohngesetz bescherte seit Jahresbeginn 2015 den Arbeitgebern wichtige Dokumentationspflichten. Es müssen Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit fortlaufend aufgezeichnet werden, und zwar für

  • sämtliche geringfügig Beschäftigte im Minijob bis 450 € monatlich
  • sämtliche Beschäftigte in besonderen Gewerbebranchen. Hierunter fallen das Baugewerbe, Gaststätten, Hotels, Personenbeförderer, Speditionen, Transport- und Logistikgewerbe, Schausteller, Gebäudereiniger, Messeaufbau und Fleischwirtschaft. Dies gilt auch für Entleiher für ihre Leiharbeitnehmer.

Die Dokumentation der Arbeitszeiten muss innerhalb einer Woche erfolgen. Die Unterlagen sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren und auf Verlangen der zuständigen Behörde am Ort der Beschäftigung bereitzuhalten.

Ab 1. August 2015 wurden diese Aufzeichnungspflichten etwas gelockert und fallen weg für Arbeitnehmer,

  • deren verstetigtes regelmäßiges Monatsentgelt brutto 2.958 € überschreitet
  • deren verstetigtes regelmäßiges Monatsentgelt brutto 2.000 € überschreitet, wenn der Arbeitgeber dieses Monatsentgelt für die letzten zwölf Monate nachweislich gezahlt hat
  • wenn es sich um im Betrieb des Arbeitgebers arbeitende Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Eltern des Arbeitgebers handelt.

Bei Fragen zu den Dokumentationspflichten beim Mindestlohn oder zu Ihrer Steuererklärung machen lassen möchten, berät Sie unser Team der Morstatt Steuerberatungsgesellschaft Weinheim kompetent!

13.10.2015