Grundsteuerreform ab 2020 ist auf dem Weg

Nachdem das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2018 die zurzeit geltenden Grundsteuerregelungen für mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt hat, muss die Regierung bis 31.12.2019 eine Neuregelung schaffen.

Im September 2019 wurden die Eckpunkte der Reform als Gesetzentwurf im Bundestag vorgestellt.

Für die meisten Fälle (Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke und Wohnungseigentum) soll die Berechnung der Grundsteuer nach dem Ertragswertverfahren nach dem folgenden Schema berechnet werden: Jährlicher Rohertrag abzüglich nicht umlagefähiger Bewirtschaftungskosten, dies multipliziert mit einem Vervielfältiger, zuzüglich dem abgezinsten Bodenwert ergibt den Grundsteuerwert.
Der Grundsteuerwert mal der Steuermesszahl 0,34 Promille ergibt den Steuermessbetrag, der einheitlich in der Bundesrepublik so berechnet wird.
Darauf dürfen wie bisher die Gemeinden ihre jeweiligen Hebesätze anwenden.

Für andere Gebäude soll es auch noch weiterhin das Sachwertverfahren (Kubikmeter umbauter Raum mal Faktor bezogen auf das Baujahr) geben.

Der Entwurf sieht auch noch eine Öffnungsklausel vor, nach der die Bundesländer die Grundsteuer abweichend festsetzen dürfen.

Die neuen Bewertungsvorschriften sollen ab 2020 gelten. Die Änderungen der Grundsteuer werden voraussichtlich ab 01.01.2025 in Kraft treten.

Das Gesetz wurde inzwischen am 18.10.2019 vom Bundestag beschlossen und der Bundesrat soll wohl im Dezember seine Zustimmung geben.


Wenn Sie Fragen zur neuen Grundsteuer haben, hilft Ihnen unser Team der Steuerberatungskanzlei Morstatt in Weinheim gerne weiter.

 

21.10.2019