Abgabefrist Steuererklärung - Neuregelung ab 2018

Zurzeit gilt als Abgabefrist für die Steuerklärung der 31. Mai des Folgejahres. Wenn Sie steuerlich beraten sind, verlängert sich diese Frist automatisch bis zum Jahresende.

Diese Abgabefristen wurden jetzt für die Steuererklärung ab Veranlagungsjahr 2018 neu geregelt. Für nicht beratene Steuerpflichtige verlängert sich die Abgabefrist auf den 31.07. des Folgejahres.

Steuererklärungen, bei denen Steuerberater mitwirken, müssen bis spätestens 28.02. des zweiten auf das Steuerjahr folgenden Jahres abgegeben werden (also erstmals für die Steuererklärung 2018 der 29.02.2020).

Somit verlängert sich die bisherige Frist um jeweils zwei Monate. Wer auch zukünftig diese Termine nicht einhält, muss nun mit veränderten Verspätungszuschlägen rechnen. Bisher lagen Verspätungszuschläge im Ermessen der Finanzbehörden und betrugen bis zu 10 % der festzusetzenden Steuer, was bei einer „Null-Steuer“ oder bei Erstattungen oftmals zu sehr niedrigen Festsetzungen führte.

Auch ab 2018 bleibt das Ermessen der Finanzbehörden bestehen, allerdings wird für erhebliche Verstöße gegen die Fristen der Verspätungszuschlag obligatorisch also zu einer „Muss-Festsetzung“. Außerdem wird die Mindesthöhe des Verspätungszuschlages auf 25 Euro je angefangenem verspätetem Monat angesetzt. Also auch bei „Null-Steuer“ wird dann ein Verspätungszuschlag zu zahlen sein.

Wenn Sie weiterhin innerhalb der (verlängerten) Fristen Ihre Steuererklärung abgeben, werden Sie von diesen veränderten Regelungen nicht betroffen sein.

Sollten Sie weitere Informationen zu Abgabefristen für Steuererklärungen oder eine Beratung wünschen, steht Ihnen unser Team der Steuerberater-Sozietät Morstatt in Weinheim gerne zur Verfügung.

 

10.01.2018